Grüne Beläge an der Fassade wirken manchmal fast idyllisch. Für Gewerbeimmobilien ist Algen- und Moosbewuchs jedoch selten nur ein Design-Thema. Aus unserer Sicht ist es vor allem ein Signal für wiederkehrende Feuchte an der Oberfläche und damit ein Hinweis darauf, dass sich Reinigung und Fassadenschutz lohnen können, um Optik und Instandhaltung planbar zu halten.
Warum entstehen Algen und Moos an Gewerbefassaden?
Algen können an Fassaden nur wachsen, wenn Wasser an der Oberfläche verfügbar ist. Dieses Wasser stammt nicht nur aus Regen, sondern auch aus Tau. Genau das beschreibt unter anderem eine Fraunhofer-Publikation zur Vermeidung von Algenbewuchs über die Beeinflussung der Oberflächenfeuchte.
Bei Gewerbeobjekten sehen wir häufig typische “Hotspots”, die die Nasszeit verlängern:
Nordseiten und Verschattung: weniger Sonne, längere Trocknung
Horizontale Kanten, Anschlüsse, Übergänge: Wasser bleibt länger stehen, Schmutz sammelt sich
Große, gleichmäßige Fassadenflächen: viel Fläche, wenig konstruktiver Wetterschutz
Standorte mit höherer Belastung: Küste, Industrie, stark befahrene Straßen (mehr Feuchte- und Schmutzeintrag)
Der wichtigste Punkt für die Praxis: Algen und Moos sind selten “Zufall”, sondern folgen meist der Frage, wo und wie lange eine Fassade feucht bleibt.
Schönes Straßenbild oder verstecktes Risiko für Unternehmensstandorte?
Für Unternehmen hat Fassadenbewuchs drei ganz konkrete Auswirkungen:
Außenwirkung und Markenbild
Ein Standort wirkt älter und weniger gepflegt. Das betrifft Kundenwahrnehmung, Arbeitgebermarke und je nach Objekt auch Vermietbarkeit.Instandhaltung wird reaktiver statt planbar
Beläge binden Schmutz und verstärken optische Unruhe. Gleichzeitig ist Bewuchs oft ein Hinweis darauf, dass bestimmte Details oder Fassadenzonen dauerhaft feucht sind. Dann kommen Probleme typischerweise wieder, wenn man nur “kurz sauber macht”, ohne die Ursache mitzudenken.Detailpunkte werden kritischer
Algen selbst sind nicht automatisch ein Nachweis für Bauschäden. Entscheidend ist die Feuchtesituation dahinter. Fachinformationen aus dem Malerhandwerk weisen zum Beispiel darauf hin, dass Bewuchs die Wetterschutzfunktion nicht zwingend beeinträchtigen muss, aber dass man ihn in der Praxis nur begrenzt und nicht dauerhaft mit ökologisch vertretbaren Produkten verhindern kann.
Für Gewerbeobjekte heißt das: Es braucht realistische Ziele und einen sinnvollen Wartungsansatz.
Warum “einfach abkärchern” oft nicht reicht
Eine Reinigung kann die Optik sofort verbessern, aber wir sehen häufig zwei typische Fehler:
Zu aggressiv: Ungeeignete Methoden können bestehende Beschichtungen oder Oberflächen angreifen. Deshalb betonen wir bei Van Heemskerk, dass wir uns auf Fassaden konzentrieren, die einen speziellen Ansatz erfordern, um Schäden an Farbe und Beschichtung zu vermeiden.
Ohne Ursachenblick: Wenn die Feuchtequelle bleibt (Verschattung, Wasserführung, Detailausbildung), tritt Bewuchs oft erneut an denselben Zonen auf.
Unser Ansatz bei Van Heemskerk: reinigen, prüfen, schützen
Wir arbeiten für Gewerbegebäude mit dem Ziel, dass die Fassade wieder repräsentativ ist und als Außenschale dauerhaft gut funktioniert.
1) Standort- und Fassadencheck
Wir schauen zuerst, wo der Bewuchs sitzt (Sockel, Nordseite, Kanten, Bereiche unter Dachrändern, Anschlüsse). Diese Verteilung liefert meist die beste Erklärung für die Feuchtebelastung und hilft, die Maßnahmen zielgerichtet zu wählen.
2) Materialgerechte Fassadenreinigung
Als Spezialist für Fassaden- und Dachreinigung sehen wir in der Praxis viele Arten von Verschmutzung, darunter auch “grüne Beläge”. Wichtig ist dabei nicht nur “sauber”, sondern “sauber ohne Folgeschäden”. Deshalb setzen wir auf Verfahren, die zur Oberfläche passen und vorhandene Beschichtungen berücksichtigen.
3) Fassadenschutz durch Beschichtung, wenn es sinnvoll ist
Wenn es zur Fassade und zum Ziel passt, bieten wir auch Beschichten an, um Oberflächen vor Witterungseinflüssen zu schützen und die Fassade langfristig in einem guten Zustand zu halten. Wichtig: Wir formulieren das bewusst als Schutz- und Instandhaltungsbaustein. Bei biologischem Bewuchs spielen Klima, Feuchte und Details immer mit, deshalb ist “dauerhaft algenfrei” kein seriöses Versprechen, sondern eine Frage von Risiko-Reduktion und planbarer Pflege.
4) Wartungsrhythmus planen
Für die Reinigungsfrequenz geben wir als Richtwert an: Viele Fassaden benötigen im Durchschnitt alle drei bis fünf Jahre eine gründliche Reinigung. Bei Gebäuden an stark befahrenen Straßen oder in Küstengebieten kann eine häufigere Reinigung sinnvoll sein.