Hallendach erneuern für Industrie- und Lagerhallen

Wann ist eine Erneuerung wirtschaftlicher als eine weitere Reparatur?

Nicht jedes ältere Dach muss sofort ersetzt werden. Diese Signale sprechen jedoch gegen eine weitere Reparatur:

  • Wiederkehrende Leckagen an mehreren Stellen, nicht nur an einem Anschluss
  • Durchgerostete Trapezbleche, Lochfraß oder aufgeplatzte Beschichtung
  • Kondenswasserbildung und Tropfen von der Dachunterseite
  • Poröse oder vergilbte Lichtbänder, die kaum noch Licht durchlassen
  • Dämmung, die Feuchtigkeit gezogen hat und ihre Wirkung verloren hat
  • Asbesthaltige Wellplatten aus Baujahren vor 1993
  • Ein geplantes Vorhaben auf dem Dach, etwa eine PV-Anlage, für das die vorhandene Eindeckung nicht mehr trägt

 

Entscheidend ist die Summe: Wer Jahr für Jahr punktuell nachbessert und die Halle noch länger nutzen will, zahlt auf Dauer mehr für Flickwerk als für ein neues Dach. Wo genau dieser Punkt liegt, zeigt die Bestandsaufnahme.

Montage, Reparatur und Lackierung
Spot-Repair: oft keine teure Komplettaustausch nötig

Teilsanierung, Überdachung oder vollständige Erneuerung?

Trapezblech oder Sandwichpaneele?

Trapezblech ist die tragende, leichte Deckschale und wird mit einer separaten Dämmlage kombiniert: wirtschaftlich für unbeheizte Lagerhallen und als äußere Schale zweischaliger Aufbauten. Sandwichpaneele vereinen Tragschale, Dämmkern und Deckschale in einem Element, werden in einem Arbeitsgang montiert und erreichen die Dämmwerte, die beheizte Produktions- und Lagerhallen für den geforderten U-Wert benötigen.

Bei einer Hallensanierung entscheidet meist der Bestand: Ist die vorhandene Unterkonstruktion tragfähig, reicht oft eine Ergänzung in Trapezblech mit zusätzlicher Dämmlage. Soll die Hülle in einem Schritt gedämmt und dicht sein, ist der Wechsel auf Sandwichpaneele der direktere Weg. Welcher Aufbau zu Ihrer Halle passt, klären wir anhand von Konstruktion, Nutzung und geforderter Dämmung.

Wann das GEG eine Dämmung vorschreibt

Sobald mehr als 10 Prozent der gesamten Fläche der jeweiligen Bauteilgruppe erneuert werden, greifen die Höchstwerte der Anlage 7 des Gebäudeenergiegesetzes. Bei einem Hallendach ist diese Schwelle in der Regel überschritten, sobald die Eindeckung großflächig ersetzt wird. 

Welcher Wert gilt, hängt vom Dachaufbau und von der Innentemperatur ab. Für den Neuaufbau einer Dachdeckung liegt der Höchstwert bei 0,24 W/(m²K), für Hallen mit einer Innentemperatur zwischen 12 und 19 Grad Celsius bei 0,35 W/(m²K). Welcher Fall auf Ihre Halle zutrifft, stellen wir bei der Bestandsaufnahme fest und rechnen die erforderliche Dämmstärke direkt in das Festpreisangebot ein. 

So läuft die Erneuerung Ihres Hallendachs ab

  1. Bestandsaufnahme vor Ort. Wir beurteilen Eindeckung, Dämmung, Stahlkonstruktion, Entwässerung und Detailpunkte und halten den Zustand mit Fotos fest.
  2. Beratung und Festpreisangebot. Sie erhalten eine klare Empfehlung mit Materialvorschlag, Dachaufbau, erforderlichem U-Wert und Zeitplan.
  3. Planung nach Ihrem Betriebsablauf. Abschnitte und Arbeitszeiten stimmen wir auf Produktion und Logistik ab.
  4. Montage in Abschnitten. Offene Bereiche werden wetterfest gesichert, Absturzsicherung und Hebetechnik bringen wir mit.
  5. Gemeinsame Abnahme und Übergabe. Dokumentation, Gewährleistung und auf Wunsch die Aufnahme in die regelmäßige Inspektion.

Was kostet es, ein Hallendach zu erneuern?

Einen Pauschalpreis pro Quadratmeter gibt es nicht. Die Kosten werden von wenigen Faktoren bestimmt: 

  • Dachfläche und Zugänglichkeit der Halle 
  • Gewählter Aufbau: Trapezblech, Sandwichpaneel oder Überdachung 
  • Dämmstärke und geforderter U-Wert nach GEG 
  • Zustand der Stahlkonstruktion 
  • Asbest im Bestand, ja oder nein 
  • Anteil an Lichtbändern und neuer Dachentwässerung 
  • Ausführung im laufenden Betrieb oder in einer Stillstandsphase 

Nach der Besichtigung erhalten Sie ein Festpreisangebot, in dem Demontage, Entsorgung, Material, Montage und Sicherheitsmaßnahmen enthalten sind. Für energetische Maßnahmen an Nichtwohngebäuden bestehen Förderprogramme der KfW. Die technischen Angaben für den Antrag liefern wir mit.

Häufige Fragen zur Hallendacherneuerung

Leckagen an mehreren Stellen gleichzeitig, durchgerostete Bleche und eine durchfeuchtete Dämmung sind die drei Signale, bei denen eine Reparatur nur noch Aufschub ist. Kommt eines davon in Kombination mit Korrosion an der Stahlkonstruktion vor, ist die Erneuerung der Eindeckung die wirtschaftlichere Entscheidung.

In der Regel nicht. Wir arbeiten in Abschnitten und sichern offene Bereiche wetterfest ab, sodass Produktion und Logistik weiterlaufen. Abschnittsgrößen und Arbeitszeiten stimmen wir vorab auf Ihren Betriebsablauf ab. Wie lange ein einzelner Abschnitt offen ist, hängt von Dachfläche, Aufbau und Witterung ab.

Ja, sobald mehr als 10 Prozent der gesamten Fläche der jeweiligen Bauteilgruppe erneuert werden, gelten die Höchstwerte der Anlage 7 GEG. Welcher Wert für Ihre Halle gilt, hängt vom Dachaufbau und von der Innentemperatur ab. Das stellen wir bei der Bestandsaufnahme fest.

Eine Erneuerung im Bestand ist meist verfahrensfrei. Sobald sich Dachform, Höhe, Statik oder Nutzung ändern, ist eine Abstimmung mit der Bauaufsicht nötig. Was für Ihr Objekt gilt, klären wir bei der Bestandsaufnahme.

Ja. Dachaufbau, Befestigungspunkte und Statik stimmen wir so ab, dass eine Photovoltaikanlage später ohne Eingriff in die neue Dachhaut montiert werden kann. Sagen Sie uns bei der Bestandsaufnahme, ob eine PV-Anlage geplant ist.

Ein fachgerecht montiertes Stahldach mit hochwertiger Beschichtung erreicht je nach Umgebung und Wartung mehrere Jahrzehnte. Entscheidend sind regelmäßige Sichtkontrollen und die rechtzeitige Instandsetzung von Anschlüssen und Entwässerung, denn dort entstehen die meisten Schäden.

Asbestzementplatten wurden vor allem zwischen den 1960er und 1980er Jahren als Wellplatten verbaut. Seit dem 31. Oktober 1993 sind Herstellung und Verwendung von Asbest in Deutschland verboten, im Bestand liegt das Material jedoch weiterhin auf vielen Hallendächern. Gewissheit gibt allein die Laboranalyse einer Materialprobe.

Demontage und Entsorgung dürfen ausschließlich durch einen nach TRGS 519 zugelassenen Fachbetrieb erfolgen. Die Arbeiten sind vorab bei der zuständigen Behörde anzumelden, die Entsorgung ist mit einem Nachweis zu belegen. Eigenleistung ist bei asbesthaltigen Dachplatten nicht zulässig.

Wir koordinieren den gesamten Ablauf: Anmeldung, Demontage durch den zugelassenen Fachbetrieb, Entsorgung mit Nachweis und die anschließende Neueindeckung. Für Sie bleibt es ein Ansprechpartner und ein Zeitplan, statt drei getrennter Aufträge.

Die Asbestentsorgung ist eine eigene Position und wird getrennt von der Neueindeckung kalkuliert. Ihre Höhe hängt von Dachfläche, Plattenart, Zugänglichkeit und dem erforderlichen Schutzaufwand ab. Beide Positionen weisen wir im Festpreisangebot getrennt aus, sodass Sie sehen, was die Entsorgung und was das neue Dach kostet.

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